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Richter Pharma AG –  Die Geschichte der Richter Pharma AG
 

Die Geschichte der Richter Pharma AG

Die Richter Pharma hat eine für viele österreichische Pharmaunternehmen klassische Geschichte. Aus einer um 1600 gegründeten Apotheke, die sich auch heute noch am Stadtplatz in Wels befindet und in Besitz der Familie Richter/Fritsch steht, hat sich über die Jahrhunderte ein international tätiges Gesundheitsdienstleistungsunternehmen entwickelt.

1737
1918
1949
1989
1992
2000
2013

1600

1800

2000

1576

Alles begann von mehr als 400 Jahren, als es zur erstmaligen Erwähnung der Apotheke am Stadtplatz in den Büchern der Stadt Wels kommt. Noch heute ist die erstmals 1576 urkundlich aufgezeichnete Adler Apotheke am gleichen Standort am mittelalterlichen Stadtplatz im Herzen von Wels. Hier nahm über die Jahrhunderte die Erfolgsgeschichte der Richter Pharma ihren Ausgang.

1625

Wolffgang Wörlinger ist Besitzer der Apotheke am Stadtplatz in Wels, dessen Bürger massiv von den Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs getroffen werden. Wörlinger rebelliert als empörter Steuerzahle gegen die Stadt Wels mit den Worten „Lässt man den Apothekern ihre Freiheit nicht und raubt ihr Recht.“

1728

Apotheker Johann Karl Kohl nimmt die Apotheke in Besitz und eröffnet die Reihe jener Besitzer, die über eine vorbildliche Führung der Apotheke hinaus als Stadtrichter und als Bürgermeister zu hohem Ansehen gelangen und für das Gemeinwohl der Stadt Wels und ihrer Bevölkerung von großer Bedeutung wurden.

1737

Es wird der Apotheke das von Maria Theresia für alle österreichischen Erbländer privilegierte Dispensatorium pharmaceuticum Austriaco-Viennense verliehen, das 1618 Arzneizubereitungen enthält.

1876

Apotheker Carl Richter sen. (1835-1891) ist Entdecker der Guntherquelle in Bad Hall und erwirbt die „Apotheke zum Schwarzen Adler“, die sich seit daher in Besitz der Familien Richter/Fritsch befindet. Richter führte zahlreiche Neuerungen in der Apotheke ein und widmete sich auch dem Innenausbau der Apotheke, in der er – als erstem Geschäft in Wels – das Auer-Licht installieren lies.

Um 1900

Apotheker Carl Richter jun. (1866-1927) übernimmt die Apotheke von seinem Vater und legt den Grundstein für viele heute noch im Unternehmen bestehende Geschäftsbereiche, so beginnt er die Produktion von Human- und Veterinärarzneimitteln und nimmt umfassende Zubauten am Welser Stadtplatz Nr. 14 vor, darunter der Bau des "Löwenkellers", der noch heute ein beliebtes Welser Restaurant ist.

1914

Am 1. August 1914 um 8 Uhr 30 vormittags kommt es beim Linzer Marken-Registrierungs-Amt der Handels- und Gewerbekammer für das Erzherzogtum Österreich ob der Enns zur Anmeldung der Wortmarke "Citoburol" auf C. Richter's Adlerapotheke, Drogen- und Medizinalgeschäft in Wels. Die registrierte Wortmarke wird auf die Dauer von zehn Jahren vergeben. Weiters geht Hubert Richters Schwester Margarethe  die Ehe mit Egon Fritsch ein (Onkel von Alfred Fritsch); so gelangt der Name Fritsch in die Familie.

1918

Carl Richter jun. begründet die Richter Pharma als pharmazeutischen Großhandel als Kommanditgesellschaft mit Familienmitgliedern. Es ist somit der Schritt zur Entwicklung zu einem umfassenden Pharmahandel getan. Carl Richter jun. eröffnet Filialen in Steyr, Linz und Budapest, ist Bürgermeister von Wels und Begründer der Handelsschule.

1924

Gemeinderat und Apotheker Hubert Richter (1895-1949) setzt die Expansionstätigkeiten seines Vaters Carl Richter jun. fort und baut den pharmazeutischen Großhandel bedeutend aus, investiert in erste Kraftfahrzeuge, erweitert die Veterinärproduktion und schafft die Welser Drogistenschule.

1947

Hubert Richter begründet den Schutzverband für hausapothekenführende Ärzte.

1949

Es kommt zur Übernahme des Unternehmens durch Apotheker Alfred Fritsch (1910-2003), der maßgeblich den Pharmagroßhandel und die Veterinärproduktion ausbaut und begründet die Filialen in Wien und Graz.

1951

Mit Registrierungsnummer 63 und per Bescheid von 2. Juni 1951 kommt es zur Zulassung der Citoburol Tabletten (Antiseptikum, Adstringens) für den Herstellbetrieb Richter Pharma, wie auch mit Registrierungsnummer 164 zur Zulassung des Pectosorin Likörs (Hustensaft, Expektorans).

1974

Alfred Fritsch veranlasst den Neubau des Distributionszentrums in der Welser Feldgasse Nummer 19. Somit ziehen erstmals Teile der Richter Pharma vom Stadtplatz weg, um am neuen Standort den gestiegenen Anforderungen an Logistik und Technologie gerecht zu werden. Auch heute noch befindet sich der offizielle Firmensitz der Richter Pharma AG in der Feldgasse 19.

1989

Nach seinem Einstieg ins Unternehmen übernimmt der heutige Mehrheitseigentümer und CEO Apotheker Florian Fritsch (geb. 1955) die Führung des Unternehmens. Er veranlasst Umbauarbeiten am Standort Feldgasse mit neuen Lagertechniken und Kommissionierautomaten, schließt die Filiale in Graz und startet erste Pre-Wholesaling-Aktivitäten.

1992

Florian Fritsch initiiert den Neubau der Pharmaproduktion in der Welser Durisolstraße Nr. 14 und begründet so die Modernisierung und Professionalisierung der heutigen Veterinärproduktion als wesentliches Standbein des Unternehmens.

1995

In den Jahren 1995 bis 1998 kommt es zu einer umfassenden Neugestaltung der Adler Apotheke am Stadtplatz und des Medizinischen Zentrums in der Hafergasse inkl. Gründung der so genannten "Stadtplatzgalerie", die heute eine Erlebniswelt rund um Gesundheit, Genuss und Kultur mitten in Wels ist. Neben der Adler Apotheke findet sich auch das Ärztezentrum, die AAGalerie sowie Gastronomiebetriebe, die keine kulinarischen Wünsche offen lassen.

1996

Immer schon wurde Qualität bei Richter Pharma groß geschrieben. So wird das Unternehmen 1996 der erste in Österreich nach EN ISO 9001 zertifizierte Pharmahändler. „Ständige Verbesserung“ ist Aufgabe und Motor der Richter Pharma AG, verbunden vor allem mit der Aufforderung an alle MitarbeiterInnen, sich darüber Gedanken zu machen.

1999

Um die Entwicklung vom reinen Pharmahandel zum umfassenden Gesundheitsdienstleister weiter aktiv voranzutreiben wird das operative Geschäft durch die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft in die Richter Pharma AG eingebracht. Die Richter Pharma AG ist nicht börsenotierend, 100% der Aktien stehen in Familienbesitz.

2001

Richter Pharma wird mit dem Pegasus in Bronze, dem Wirtschaftspreis des Landes Oberösterreich, ausgezeichnet und hat damit unter 30 weiteren Bewerbern den dritten Platz in der Kategorie Handel erreicht.

2005

Um dem Anspruch an ständige Verfügbarkeit und Vollversorgung der österreichischen Bevölkerung gerecht zu werden, setzt die Richter Pharma AG alles daran, ihrem Versorgungsauftrag auch unter widrigen Umständen und trotz aller Naturgewalten gerecht zu werden. So kommt es anlässlich der dramatischen Hochwasser in Tirol und Vorarlberg am 29. August zu Arzneimittelzustellungen mittels Hubschrauber.

2006

Durch die Gründung der Pharma Logistik Austria GmbH als 100% Tochter der Richter Pharma AG erfährt auch der Bereich des Pre-Wholesaling-Geschäfts starken Aufschwung und trägt heute schon 50% zum Konzernumsatz der Richter Pharma bei. 2006 wird außerdem nach Wels das zweite Distributionszentrum der PLA in Groß-Enzersdorf bei Wien eröffnet.

2009

In der Maria-Theresia-Straße 41 wird durch den Umbau und die Revitalisierung der alten "Fritsch-Mühle" der dritte Unternehmensstandort in Wels begründet. Im "Kompetenzzentrum MTS" sitzt der Vorstand des Unternehmens, das Marketing und der Vertrieb, das Kundenservice wie auch die gesamte Entwicklungsabteilung.

2010

Die Richter Pharma AG erwirtschaftet im Geschäftsjahr 2010 mit knapp 330 Mitarbeitern erstmals einen Konzernumsatz von über 300 Millionen Euro. Die Richter Pharma liegt somit auf Platz 235 der Top-500-Unternehmen Österreichs und auf Rang 46 der größten Betriebe Oberösterreichs.

2013

Führungswechsel in der Richter Pharma AG:
Mit 01. Juli 2013 übernimmt Mag. Roland Huemer den Vorstandsvorsitz, Friedrich Pöcherstorfer bekleidet als zweiter Vorstand weiterhin das Finanzressort.

Aufnahme ins Netzwerk der Leitbetriebe Austria:
Mit Juli 2013 wurde die Richter Pharma AG mit dem rot-weiß-roten "A" als Leitbetrieb Austria zertifiziert.

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